1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 24-25 und 31:
Und Gott sprach: "Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches anch seiner Art; Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art." Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: "Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer, und über die Vögel unter dem Himmel, und über das Vieh, und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kreucht." Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und er schuf sie, einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie, und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde, und macht sie euch untertan, und herrschet über Fische im Meer, und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht. Und Gott sah an alles was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Bild 6: Am sechsten Schöpfungstag erschuf Gott die Tiere und den Menschen.
Die Erschaffung der Menschen und Tiere
Nun werden die höheren Tierarten auf Gottes Befehl von der Erde hervorgebracht. Er war es also, der die Tiere machte - sie wurden nicht von der Erde erzeugt. Wir sehen das zahme Vieh dicht neben dem giftigen Gewürm und den wilden Tieren des Waldes und der Wüste friedlich beisammen. Aber die Tier- und Pflanzenwelt, die ganze irdische Welt wurde nur für den Menschen geschaffen, der als Gottes Ebenbild die Herrschaft über die Tiere ausüben soll.
In unserem Bild sehen wir den Menschen als Mann und als Weib bereits erschaffen. Der Mann - Adam - ist groß und stark mit jugendlicher Kraft und noch ohne Bart. Die Frau - Eva - zur Linken ihres Mannes ist kleiner und schwächer mit weicheren Formen. In kindlicher Ehrfurcht horchen sie auf die Stimme Gottes, der die Menschen mit ausgestreckten Fingern der rechten Hand segnet. Mit der linken Hand deutet Gott auf die Tiere, die er den Menschen feierlich übergibt, damit sie über sie herrschen. Die Tiere blicken dann auch zu den Menschen hinüber, als ob sie verstünden, dass sie von nun an ihnen gehörten. Auch die fruchtbaren Bäume und kleinen Kräuter, die Gott ausdrücklich den Menschen zum Verspeisen zeigt, sind links im Bild angedeutet.